Ich stelle mich vor (4)

Ismet Sahap

Ich heiße Ismet Sahap. Ich bin 46 Jahre alt und habe syrische und türkische Wurzeln. Als ich 6 Monate alt war, bin ich mit meinen Eltern nach Deutschland ausgewandert. Ich bin in einer sehr großen Familie aufgewachsen. Sofort nach der zehnten Klasse, als ich nur 18 Jahre alt, war habe ich geheiratet. Aus meiner Ehe habe ich 5 wunderbare Kinder, die alle noch schulpflichtig sind. Allerdings bin ich seit 6 Jahren geschieden und alleinerziehend. Ich wohnte schon immer in Köln und seit 25 Jahren ist mein fester Wohnsitz in Mülheim.

Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass die Menschen aus meinem Stadtteil sehr großen Wert auf soziales Engagement legen. Somit habe ich zuerst 7 Jahre lang in der Hauptschule Tifenthaler Straße gearbeitet und war bei Veranstaltungen und Schulfesten sehr aktiv dabei. Ich habe auch den interessierten Schülern mit viel Spaß Tanzen beigebracht. Im Jahr 2007 habe ich durch die Hauptschule das Projekt Stadtteilmütter kennen gelernt. Ich wusste sofort, dass es das war wonach ich suchte. Kontakte herstellen und zwischen den Menschen Brücken bauen war immer meine Stärke, deshalb habe ich an der 6-monatigen Stadtteilmutter-Qualifikation teilgenommen. Danach konnte ich ein Jahr lang in der Hauptschule als Honorarkraft arbeiten und machte auch Hausbesuche. 2010 qualifizierte ich mich in einem Jahr zur Stadtteilmutter bei der Volkshochschule, zusammen mit 20 weiteren Teilnehmerinnen. Dann wurde der Christliche Sozialhilfe Köln e.V. unser Träger und wir bekamen einen dreijährigen Vertrag bei der CSH, worüber wir uns alle sehr gefreut haben! Weil ich vorher auch in dieser Richtung gearbeitet hatte, wusste ich sofort welche Aufgaben auf uns warteten. Ich habe direkt wieder bei der Hauptschule angefangen und zwei Mal in der Woche bin ich dort anwesend. Jeden Montag, in der Zeit zwischen 10:00 und 13:00 Uhr, stehe ich für Eltern und Schüler zur Verfügung und führe Einzelgespräche.

Auch jeden Freitag zwischen 10:00-13:00 Uhr biete ich ein Elterncafé an und wir sprechen in der Gruppe über unsere zehn Themen und vor allem über Themen, die die Schule, Schüler und alle Beteiligten betreffen.Frauengruppe

Jeden Dienstag führe ich zusammen mit meiner Kollegin Frau Isilay Karagöz eine Frauengruppe in dem Bürgerhaus Mütze, welches immer von 9:00 bis 12:00 Uhr stattfindet. Außerdem besuche ich die Familien nach Bedarf zu Hause und dort kläre ich sie auf. Ich war schon immer Sozial aktiv und ein sehr kontaktfreudiger und hilfsbereiter Mensch, deshalb habe ich es zu meinem Beruf gemacht.Ismet Sahap und Isilay Karagözz

Meine Arbeit bereitet mir viel Spaß, wenn ich sehe, dass durch meine Aktivitäten die Familien Lösungen für ihre Probleme finden. Ich habe z.B. für einen Jungen, der Sozialstunden machen musste und nach vieler Suche keinen Platz gefunden hatte, einen Platz gefunden. Darüber freue ich mich immer noch. An unserer Arbeit gibt es sowohl positive, als auch negative Erinnerungen, die uns im Alltag begleiten.

Mein Wunsch ist es, als Stadtteilmutter für eine Frauengruppe einen Schwimmkurs anzubieten, aber wir müssen erst mal das geeignete Schwimmbad finden. Wir haben auch mit ein paar Bädern Kontakt aufgenommen und warten auf eine Antwort. Ich hoffe, dass wir bald starten können, denn wir haben viele interessierte Frauen auf unserer Warteliste, die sich über eine positive Nachricht sehr freuen würden.

Ismet Sahap

Stadtteilmutter

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