Aus dem Alltag einer Stadtteilmutter (4) – Mama Mia

ZooIn unserem Alltag als Stadtteilmütter passieren viele bedeutsame,  manchmal auch weniger bedeutsame Begegnungen…

Meine Hefte sind voller Erzählungen über Mama Mia und auf meinem Stick findet man auch nur Fotos von Mama Mia. Doch trotzdem frage ich mich, wie ich meine Donnerstage bei Mama Mia beschreiben soll. Wie kann ich meine Gefühle über dieses Projekt hervorbringen? In meinen Augen ist es nicht nur ein Projekt, sondern das wahre Leben vieler Mütter, die zum Teil noch selbst fast Kinder sind!

Im Januar 2011 machte ich ein Praktikum, im Rahmen der Qualifizierung für Stadtteilmütter, bei einem Projekt der Job Börse bei der CSH. Meine Praktikumsbetreuerin gab sich richtige Mühe und plante ein umfangreiches Programm für mich, wofür ich ihr heute immer noch dankbar bin. Jeden Montag stand die Beratung und die Ambulantenhilfe für Obdachlose an. Dienstags die Teilnahme an Seminaren von der Job Börse, mittwochs lehrreiche Besuche bei der Frauengruppe von der evangelischen Familien-Bildungsstätte, donnerstags schließlich die Teilnahme an dem Projekt Mama Mia und Freitags dann die Büroarbeit und die zur Arbeit gehörigen Recherchen.

Lehrreicher hätte ein Praktikum sicher nicht sein können!

Jedenfalls habe ich Mama Mia so kennengelernt. Auch nach meinem Praktikum als Honorarkraft habe ich mich mit großem Interesse für meine Lieblingsgruppe engagiert. Jetzt, in meiner Rolle als Stadtteilmutter, öffne ich Türen und mache Hausbesuche, informiere und unterstütze  die jungen Mütter, wo auch immer sie mich mit den zehn Themen vorgegebenen brauchen!

Jeden Donnerstag trifft sich die Gruppe von 14:00 bis 16:30 Uhr  im Saal der CSH. Der Saal bietet den Müttern und Kindern viel Bewegungsfreiraum und wir haben auch eine Kinderbetreuerin von CSH- BisKids!

Doch was ist Mama Mia eigentlich und wie entstand das Projekt ?

„Die Projektidee entstand durch Anregung der Kindertagesstätten der CSH, die eine Angebotslücke im Sozialraum für unsere Zielgruppe erkannten.

Durch die Geburtenzahlen der Mütter unter 21 Jahren sahen wir den Bedarf zusätzlich bestätigt. Hier ein Beispiel aus dem Jahre 2008 für die Stadt Köln:

Insgesamt gab es 9985 Geburten, davon waren 55 Mütter unter 18 Jahren und 343 Mütter im Alter von 18 – 21 Jahren.

2008 stellten wir einen Projektantrag an die Oelbermann Stiftung, der zu unserer Freude bewilligt wurde“, sagte Frau Christine Tobias, welche Diplom-Sozialpädagogin, systemische Familientherapeutin und die Gruppenleiterin ist.

Das Projekt Mama Mia existiert seit 2009 und wurde von der Oelbermann Stiftung finanziert. Ursprünglich richtete sich dieses Projekt nur an junge Frauen bis ca. 23 Jahren, inzwischen ist aber der Stand und die Bedürfnisse der Mütter  wesentlich für die Ausrichtung, als ihr Alter.

Ob in einem Einzelgespräch, oder in der Gruppe – hier können sich die Frauen mit ihrer Rolle als Mutter auseinandersetzen! Wir bieten dabei Hilfestellungen an, sei es nun in der Beratung, Kinderbetreuung oder Ausbildung etc.

Außerdem ermöglicht der direkte Kontakt zu den Beraterinnen der Familienberatungsstelle Schwellenängste abzubauen und ein gewisses Vertrauen herzustellen, damit die Mütter bei Fragen oder komplizierten Situationen die Beratungsstelle aufsuchen. Die ganze Arbeit orientiert sich immer an den Bedürfnissen der Mütter.

Die Reihe unserer Angebote ist nach 3 Jahren Mama Mia ziemlich lang geworden.

Während des letzten Jahres war die Gruppe sehr unternehmungslustig. Wir haben einige Ausflüge unternommen. Unter anderem haben wir das Rautenstrauch-Jost Museum, den Zoo, den Vingster Badesee, den Japanischen Garten, den Mülheimer Stadtgarten, den Biergarten Richtung Stammheim und diverse Spielplätze in der Umgebung besucht und waren Boot fahren auf dem Rhein.

In den kühleren Jahreszeiten standen bisher folgende Angebote auf dem Programm: Basteln, Sicherheit im Haushalt, Ernährungsberatung zu kindgerechtem und preiswertem Kochen inkl. gemeinsamen Ausprobierens, Erste-Hilfe-Kurs am Kind, Vernetzung im Sozialraum, z.B. Herstellung eines eigenen Adressbuches mit wichtigen Adressen von Kinderärztlichen Notdiensten, über Giftnotrufzentrale bis zu Second-Hand-Läden und Freizeiteinrichtungen. Passend zum Alter der Kinder werden Themen zu der  Entwicklung und Erziehung besprochen.

All das gibt Anregungen für gemeinsame Aktivitäten, zwischen Mutter und Kind. Die jungen Mütter lernen ihre eigenen Entwicklungsaufgaben, und die des Kindes zu bewältigen. Dazu gehört Verantwortung zu übernehmen, welche wir ihnen vermitteln. Die Mütter sind nicht mehr auf sich allein gestellt und brauchen auch nicht mehr verunsichert zu sein. Die Überforderung wird ihnen abgenommen.

Letztendlich ging es darum, allen das Gefühl zu vermitteln „gut genug“ aber nicht perfekt sein  zu müssen, was eine entlastende Wirkung hatte.

Mit den Müttern wird gemeinsam ein Monatsplan mit ihren gewünschten Angeboten entwickelt. Dabei sind wir sehr flexibel und versuchen den Müttern ein Gefühl der Selbstwirksamkeit zu vermitteln.

Wir freuen uns auf jede Mutter, die sich angesprochen gefühlt hat und die wertvollen und notwendigen Angebote wahrnehmen möchte!

Weihnachten       Weihnachten 4Basteln       Basteln 2Touran       BadenBaden 2

Weihnachten        Weihnachten 3

Touran Malaie

Stadtteilmutter

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