Aus dem Alltag einer Stadtteilmutter (1)

Es ist Montagmorgen. Pünktlich stehe ich vor unserer  Einrichtung in der Knauff Str.1 in Köln Mülheim. Erst ein kurzer Blick auf  meinen Terminplan, der mir sagt, dass für heute zwei Hausbesuche und einiges an Büroarbeit auf dem Plan stehen. Nach Erledigung einiger organisatorischer Tätigkeiten mache ich mich schließlich auf den Weg zum ersten Hausbesuch.

Heute besuche ich im Bezirk Buchheim eine Mutter mit zwei Kindern. Zufällig ist der 5-Jährige Sohn wegen einer Erkältung zu Hause. Sonst ist er um diese Zeit immer im Kindergarten. Er ist ein sehr wissbegieriger kleiner Junge.

An diesem Tag hatten wir „Erziehung“ als Thema und sprachen über die Vorschule. Es bestand die Möglichkeit ihn testen zu lassen, ob er eventuell schon mit 6 Jahren eingeschult werden kann.

Die Mutter forderte den Jungen auf einige Länder aufzuzählen. Stolz fing er an: „Türkei, Italien, Russland, Deutschland…“  und nach kurzem Stocken sagte er sehr sicher (wie aus der Pistole geschossen): „Und Phantasialand!“

Wir haben natürlich herzhaft gelacht. Er war selber überrascht und konnte nicht einschätzen, warum wir jetzt lachten. Nun mussten wir es  richtigstellen. Wir erklärten ihm, dass das  Phantasialand ein Freizeitpark in Brühl ist und kein eigenständiges Land. Natürlich wollte er nach dieser Erklärung sofort dort hinfahren und es erkunden. Leider konnte die Mutter ihrem Sohn diesen Wunsch nicht erfüllen, da der Eintritt sehr teuer ist.

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Beim gemeinsamen Frauenfrühstück, was einmal die Woche in der Einrichtung „Die Bucht“ im Familienzentrum Köln Buchheim stattfindet, erfuhren wir von der Leitung, dass es in diesem Jahr wieder einen Ausflug geben würde – dieses Mal sollte es (wie es der Zufall so will) ins Phantasialand gehen.

Natürlich wurde die Mutter des 5-Jährigen hellhörig und ergatterte für sich und ihre Familie Plätze auf der Teilnehmerliste, die sehr schnell voll war.

60 Plätze wurden zur Verfügung gestellt, so dass die Mütter die Gelegenheit bekamen, einen schönen Ausflug mit der Familie zu unternehmen. Selbstverständlich war dieser Ausflug für die Teilnehmenden kostenlos.

Am 28. September 2012 war es schließlich soweit und der kleine Junge konnte das Phantasieland zusammen mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester besuchen. Ich bin mir sicher, dass sie viel Spaß hatten und er noch lange davon erzählen wird.

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