Ein Erfolgsprojekt wird weitergeführt!

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Das Projekt „Brücken bauen – Mülheimer Stadtteilmütter“ fand im Rahmen des Strukturförderprogrammes MÜLHEIM 2020 von Oktober 2011 bis September 2014 statt. Träger des Projektes war die CSH Köln e.V. Von Oktober 2010 bis Oktober 2012 nahmen insgesamt 60 Frauen an dem Qualifizierungsprogramm zur Stadtteilmutter in der VHS Köln teil.

Aus dieser Gruppe wurden 34 Frauen ausgewählt, die seit Oktober 2011 bzw. Oktober 2012 als Stadtteilmütter im Programmgebiet von MÜLHEIM 2020 im Zuge von Hausbesuchen und Info-Cafés Familien unterstützten. In diesen Begegnungen überbrachten und vermittelten sie familienrelevante Informationen zu den Bereichen Erziehung, Gesundheit und Bildung. Der Fokus lag hierbei auf der Verbesserung der Bildungschancen für die Kinder dieser Familien. Durch die aufsuchende Arbeit wurden Familien erreicht, die mit dem Bildungs- und Sozialsystem noch nicht vertraut waren und über Institutionen wie Schule, Jugendamt oder Familienberatung nicht erreicht werden konnten.

Ziel des Projektes war es, Kommunikations- und Handlungsstrukturen aufzubauen und so Familien mit Migrationshintergrund auf allen Ebenen in ihrem Alltag zu erreichen. Mit diesem Projekt sollten die Voraussetzungen für eine soziale und berufliche Integration von Familien mit Migrationshintergrund verbessert werden. Dies wirkte sich dann auch in direkter Weise auf die Bildungschancen der Kinder in diesen Familien aus.

Zielerreichung

Das Ziel der Vernetzung im Programmgebiet wurde durch die aufsuchende Arbeit der Stadtteilmütter erreicht. Zu Beginn des Projektes stellten sich die Stadtteilmütter an Schulen, Kindergärten und Bürgerzentren vor. Sie erläuterten das Programm und boten an, regelmäßige Infocafés und Elterntreffs für die Zielgruppe durchzuführen. Dies ist in einigen Institutionen sofort begeistert aufgegriffen worden, in anderen Fällen war ein starkes und kontinuierliches Engagement der Stadtteilmütter entscheidend dafür, dass auch im Projektverlauf immer noch Institutionen hinzugekommen sind. Durch den großen Erfolg des Angebotes wurden die Gruppen zum überwiegenden Teil über die gesamte Projektlaufzeit geführt.

Durch die dreijährige Arbeit der Stadtteilmütter ist im Programmgebiet eine starke Vernetzung entstanden, deren Knotenpunkte allerdings die Stadtteilmütter selbst waren. Durch die enge Kooperation mit Schulen und Kindergärten sowie mit dem Jugendamt der Stadt Köln und anderen Institutionen der Stadt, sind Strukturen entstanden, die den Familien während des Projektes die Integration erleichtert haben.

Resümee

Das Projekt war inhaltlich ein sehr großer Erfolg. Nachdem die Zielerreichungswerte auf die Anzahl der Stadteilmütter angepasst wurde, konnten alle Projektziele erreicht werden. Teilweise wurden die geplanten Werte sogar überschritten.

Das Projekt hat aufgrund seiner hohen Effektivität ein großes öffentliches Interesse geweckt. Mehrere Rundfunk und Fernsehanstalten sowie Tageszeitungen und überregionale Zeitungen berichteten positiv über die Arbeit der Stadtteilmütter.

Bei der Bevölkerung im Programmgebiet und darüber hinaus haben die Stadtteilmütter ebenfalls einen hohen Bekanntheitsgrad. Soziale Institutionen wie Schulen, Kindergärten, Flüchtlingseinrichtungen, Jugendamt, Gesundheitsamt wie auch Privatpersonen melden sich und bitten um Unterstützung.

Inzwischen hat sich bei den Frauen ein hohes Maß an Fachkenntnissen entwickelt. Davon profitieren einmal die Frauen selbst, indem ihr Selbstwertgefühl steigt und sie Erfolgserlebnisse in ihrer Arbeit haben.

Zum anderen profitieren natürlich die Familien davon, die punktgenau und umfangreich informiert und unterstützt werden konnten.

Auch die vielen sozialen Institutionen konnten durch die Leistung der Stadtteilmütter profitieren. Begleitung zu den Ämtern, Übersetzungen, Hilfe beim Ausfüllen der Formulare, Vermittlung zur Sozialberatung und Familienberatungen sind nur einige hilfreiche Maßnahmen mit denen die Frauen ihre Arbeit wirksam und erfolgreich

umsetzen konnten. Im Zuge ihrer Aktivitäten wurden die Stadtteilmütter bei allen relevanten Einrichtungen/Ämtern bekannt. Sie konnten die Anliegen der Familien schneller, deutlicher und erfolgreicher voranbringen, als es diesen möglich gewesen wäre und fungierten als ‚Türöffnerinnen‘. Durch diese Vorgehensweise entwickelten sie ein dichtes Netz von Einrichtungen des Kölner Hilfesystems, welches sie effektiv nutzten.

Durch die Vorbildfunktion der Frauen, durch die Kommunikation in der jeweiligen Muttersprache und Kultur war es für die Frauen leicht, Zugang zu den Familien zu bekommen, Vertrauen zu entwickeln und Beziehungen aufzubauen.

Dies führte dazu, dass die Stadtteilmütter überaus erfolgreich ihren Auftrag ausfüllen konnten.

Eine besondere Erfolgsmeldung ist die Tatsache, dass aufgrund der guten Arbeit und des erfolgreichen Verlaufes des Projektes nun sechs Stadtteilmütter erneut in eine sozialversicherungspflichtige Anstellung münden werden.

Zwei weitere Stadtteilmütter werden ebenfalls in einem Projekt für bulgarische und rumänische Zuwanderer eingesetzt.

Somit ist auch das Ziel erreicht, einen Teil der Frauen in den ersten Arbeitsmarkt nachhaltig zu integrieren.

 

Lesen Sie hier die Blogeinträge der Frauen, die im Laufe des Projektes über ihre Arbeit berichtet haben.

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